Der lebendige Adventskalender von Bloghusen

In Bloghusen gibt es seit einigen Jahren die Tradition des Lebendigen Adventskalenders. Für alle, die diesen Brauch noch nicht kennen (ich war bis November auch völlig ahnungslos): Man trifft sich im Dezember irgendwo im Dorf bei Nachbarn und trinkt für ein Stündchen zusammen Punsch, singt Weihnachtslieder und hört vielleicht auch eine kleine Geschichte. Wer Lust hat, stellt seine Garage, sein Gartenhaus oder ähnliches zur Verfügung, wer das nicht möchte oder kann, ist trotzdem ganz herzlich eingeladen, mitzufeiern.

Als uns im November die Einladung ins Haus flatterte beschloss ich gleich, mitzumachen. Wie sonst lernt man die Nachbarn kennen? Der Herr Papa war so mäßig begeistert von der Idee, sagte mir aber seine volle Unterstützung zu. Dieses Jahr meldeten sich neun Bloghusener Familien an und heute Abend fand nun bei uns das letzte Treffen statt.

Erst hatten wir überlegt, die Feierlichkeiten im Carport stattfinden zu lassen, aber da wir unten sowieso noch Baustelle haben, bot es sich an, das Ganze im „Wohnzimmer“ auszurichten. Durch die große Balkontür leicht zu erreichen, groß genug und überdacht, falls das Wetter nicht mitspielt.

Zunächst musste ein Fenster mit der jeweiligen Tageszahl geschmückt werden, damit alle Leute auch wissen, wo sie wann hin müssen:

19.12. Heute hier!

19.12. Heute hier!

Adventliche Deko war kein Muss. Wir haben versucht, die Baustelle mit ein paar Kerzen gemütlich zu machen:

So im Kerzenschein sieht die Baustelle doch ganz schnuckelig aus.

So im Kerzenschein sieht die Baustelle doch ganz schnuckelig aus.

Ein großer Topf für den Punsch konnte von allen Teilnehmern ausgeliehen werden und ein paar Schnittchen durften natürlich auch nicht fehlen. Ich habe den Durchgang zwischen Küche und Wohnzimmer zwar zugehängt, was aber einige nicht davon abhielt zu schauen, wie es dahinter aussieht:

Der Tisch ist fertig, kann losgehen!

Der Tisch ist fertig, kann losgehen!

Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass heute der letzte Abend war und alle heiß auf den Preis für den schönsten Abend waren oder ob es doch die Neugier der Nachbarn war, die alle zu uns geführt hat. Jedenfalls war es gut besucht. Wir waren bestimmt zwanzig bis fünfundzwanzig Mann und es war eine schöne Stimmung.

Ich habe ein wenig hin und her überlegt, wie wir diesem Abend eine persönliche Note geben können und da fiel mir ein besonderes Getränk aus unserer Heimat ein: Das Detmolder Glühbier.

Lecker!

Lecker!

Mal was anderes als Punsch, trotzdem weihnachtlich und so wissen dann alle auch gleich, wo wir „wech“ kommen (für die, die sich nicht offen trauen, soviel zu fragen). Trotz anfänglicher Skepsis kam das Getränk ganz gut an, die Schnittchen sind auch alle geworden und ich werde mich dann gleich mal zu meinen beiden Lieben ins Bettchen kuscheln, denn morgen kommt endlich der Mann vom Küchenstudio, um unsere Küche zu vermessen. Ja, wir haben es endlich geschaftt, uns für eine Küche zu entscheiden! So steigt jetzt der Druck, mit dem Rest des Wohnzimmers fertig zu werden, damit wir im nächsten Jahr nicht nochmal im Wohnzimmer Adventskalender feiern können.

Gute Nacht!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter auf dem Land veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Der lebendige Adventskalender von Bloghusen

  1. Stefan Wende schreibt:

    Hallo, und ich frag mich immer was los ist, wieso da nichts geschriebenes mehr kommt, weder per mail noch hier im blog. Jetzt weiß ich es. Aber was sagt man da in einer solchen Situation? Mein Beileid? Aufrichtige Anteilnahme… keine Ahnung, ist jedenfalls sch…
    Ich oder besser gesagt wir freuen uns, dass das leben bei Euch weiter geht und Ihr euch langsam im Dorf einlebt. Falls mal wieder Fragen zu irgendwelchem grünzeugs/Tieren da sind imer her damit! man liest sich ja vielleicht mal wieder…
    Viele Grüße und frohe Weihnachten, Stefan und Lisa!

    • nispi schreibt:

      Danke! Mir hilft es einfach sehr, darüber zu reden bzw. zu schreiben und ich hoffe, anderen damit helfen zu können, indem es ein klein wenig bekannter wird, wie normal es ist, eine Fehlgeburt zu haben. Und ja, wie du sagst, das Leben geht weiter und es gehört alles dazu. Jeder hat sein Säcklein zu tragen.
      Bei mir ist jedenfalls der Knoten geplatzt und es macht wieder Spaß, zu schreiben.
      Ich wünsche euch auch frohe Weihnachten und würde mich auch freuen, wenn wir unsere Mails wieder aktivieren.

      • stefan schreibt:

        na dann 😉 hier ists ndauernd am regen mach iewie depressiv. tja was willst du wissen? schreib mal wenn du magst. beste grüeß Stefan und Lisa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s