Untergetaucht

Die letzten Wochen waren voll. Voll mit neuen Eindrücken, voll mit ankommen, erst mal Gedanken sortieren. Voll mit Gelassenheit und Zufriedenheit. So viel Ruhe und Zeit zum Nachdenken. Selbstfindung?
Ich fühle mich pudelwohl hier und kann mir schon gar nicht mehr vorstellen, wie es war, mitten in der Stadt zu wohnen. Letzte Woche hatte der Herr Papa etwas in der Stadt zu erledigen und ich habe mich entschieden, mitzukommen, um ein paar notwendige Dinge zu kaufen und die übrige Zeit für eine kleine Shoppingtour zu nutzen. Es kam mir so unglaublich laut und wuselig vor! Wir haben in Kiel direkt am Exer gewohnt. In zehn Minuten war man zu Fuß in der Innenstadt. Vorher haben wir neun Jahre in Hamburg sehr nah an einer U-Bahn-Station am Ring 2 gewohnt. Das fand ich alles nicht schlimm und es kam mir auch nicht sonderlich unruhig vor, aber an dem Tag hatte ich das Gefühl, ich sei in eine Parallelwelt geschubst worden. Unglaublich, wie schnell sich der Blickwinkel ändern kann.

Doch nun will ich euch Schritt für Schritt auf den neuesten Stand bringen, was das Haus und den Garten angeht. Natürlich ist hier einiges passiert und in Zukunft soll es hier auch wieder regelmäßig etwas zu lesen und zu sehen geben.

Los geht es mit dem Garten:
Ich war die ersten Male so richtig „im Garten“, also in meinem eigenen. Mit Gummistiefeln, Parka, Hacke, Harke, Schubkarre und was so dazugehört. Es macht mir unglaublich viel Spaß. Ich habe neben unserer Einfahrt 3 qm Bodenplatten unter ca 20 cm dicht bewachsenem Erdboden gefunden und freigelegt. Nun haben wir einen prima Platz für die Mülltonnen, wenn die Müllabfuhr kommt.

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Kleine Hilfe

Kleine Hilfe

Fertig!

Fertig!

Der Herr Papa hat unser Gewächshaus fit gemacht. Es war komplett zugewuchert und vollgestellt. Unsere Vorbesitzer haben darin wohl Wein ranken lassen, der aber seit diversen Jahren kein Wasser mehr gesehen hat. Es sah aus wie vertrockneter Urwald. Außerdem fanden wir eine alte Schranktür, einen Meerschweinstall und Unmengen an Stroh. Da hätte die freiwillige Feuerwehr ihr Freude gehabt, wenn da etwas passiert wäre. Letzten Montag habe ich es dann auch endlich geschafft, etwas auszusäen. Und: das erste Grün ist schon zu sehen! Leider habe ich keine Vorher-Bilder, das wäre sicher imposant gewesen.

Unser Gewächshaus

Unser Gewächshaus mit Feldchen davor

Innenansicht

Innenansicht

Erstes, zartes Grün

Erstes, zartes Grün

Auch ein kleines Feld vor dem Gartenhaus habe ich angelegt. Das Stück war komplett zugewachsen, aber man konnte ahnen, dass da früher mal etwas anderes als Gras, Moos und Löwenzahn gewachsen ist. So habe ich dann sogar Kartoffelpflanzen gefunden. Die lasse ich einfach mal stehen, mal schauen, ob was passiert (wie war das noch mit den dümmsten Bauern…? Dann werden wir uns wohl im Herbst vor Kartoffeln kaum retten können 😉 ) Das Feld beherbergt nun Samen von Radieschen, Möhren, Salat und Erbsen. Ich hoffe, die Weinbergschnecken lassen wenigstens etwas kommen und mampfen mir nicht gleich alles weg. Zur Vorsorge habe ich um das Beet herum einen Saatstreifen mit Schnecken-Schreck-Blumen gepflanzt. Ich bin gespannt, ob das was hilft.

Kartoffelfeld

Kartoffelfeld

Na, da macht man sich wieder ewig Gedanken: Wie soll ich anfangen, was soll ich schreiben? Und kaum sitzt man da, sprudelt es schon wieder. Doch für heute soll es reichen, das schöne Wetter ist zu Schade zum rumsitzen und abgetaucht wird in Zukunft hoffentlich nur noch im Planschbecken!

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