Von Chicago nach Bloghusen oder Familienzuwachs der etwas anderen Art

Sechs Wochen Sommerferien sind vorbei. Hier im Blog war es einfach nur still. Allerdings ist in der Realität viel passiert. Wir haben sechs Wochen ununterbrochen an unserem Häuschen gearbeitet, um endlich aus der oberen in die untere Etage ziehen zu können. Bei allerschönstem Sommerwetter standen wir hier und haben gefliest, verputzt, gestrichen, acryliert und geschwitzt. Die Zeit drängte, denn morgen ist es soweit:

Wir bekommen ein neues Familienmitglied.

Ein Familienmitglied für ein Jahr. Unser neues Familienmitglied ist schon 17 Jahre alt, wohnt eigentlich in Chicago, hat sich aber dafür entschieden, ein Jahr bei uns zu leben.

Wir bekommen einen Austauschschüler!

Waaaahhh! Ich kann es eigentlich immer noch nicht glauben, aber langsam wird es Zeit, denn ab morgen sitzen wir hier nicht mehr zu dritt, sondern zu viert am Tisch. (Naja, eigentlich ja sogar zu fünft, aber das fünfte Familienmitglied liegt eher unter dem Tisch und freut sich über die Reste, die das Töchterchen hin und wieder fallen lässt… )

Nachdem in den letzten Jahren die Sommerferien immer durch irgendwelche größeren und kleineren Ereignisse gekennzeichnet waren, war es nun dieses Jahr nicht nur das Warten auf unseren Austauschschüler, sondern vielmehr das Reinklotzen auf der Baustelle, die nun seit einem Jahr vor sich hin dümpelte. Denn: der junge Mann muss ja irgendwo schlafen und geplant war, dass er in der oberen Etage ein Zimmer bekommt und wir dann endlich mal die untere Etage unseres Hauses beziehen. Ja, manchmal braucht man einfach ein wenig Druck, um mit einer Sache fertig zu werden.

Aber wir haben es geschafft. Am letzten Ferienfreitag wurden die großen Möbel nach unten geschleppt und wir sind endlich richtig hier angekommen!
Die letzte Woche wurde nun darauf hingearbeitet das Zimmer, das vorher als Abstellraum genutzt wurde, wohnlich zu gestalten und ich finde: es ist uns gelungen.

Morgen Nachmittag holen wir unseren Gast am Bahnhof ab und ich bin soooo gespannt auf das nächste Jahr!
Hoffentlich gefällt es ihm hier und der Schock der Umstellung von der Großstadt aufs Landleben ist schnell überwunden.

 

Waaaahhh!😉 Ich freu‘ mich!

 

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Morgens um sieben in Bloghusen

Naja, nicht dirket in Bloghusen.

Strahlender Sonnenschein. Mein Auto parkt nach kurzer Fahrt allein am Wald.

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Dort wird es auch noch ein wenig stehen müssen, denn ich mache mich auf den Weg eine Treppe runter.

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Schaue einmal durch den Zaun.

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Und gehe die Treppe auf der anderen Seite wieder hoch…

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Dann stehe ich vor einer verschlossenen Tür, doch den Schlüssel habe ich dabei.

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Ich öffne die Tür und genieße die Aussicht.

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Das Bild ist schon etwas verwackelt, denn die Spannung steigt. Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das kurz davor ist, die Geburtstagsgeschenke auspacken zu dürfen. Ich drehe mich ein wenig weiter.

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Ich lasse die Spielgeräte hinter mir und stehe…

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… vor einem menschenleeren Freibad! Und das war auch gut so, so konnte nämlich niemand das Glucksen hören, das da heute morgen aus mir herausbrach, als ich ins kalte Wasser watete und mich vor Freude kaum noch einkriegte!

Ein perfekter Start in den Tag!

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Meiner!

Lange haben wir überlegt, ob es möglich ist, mit einem Auto hier zurecht zu kommen. Eigentlich schon. Alles wichtige, das man zum überleben braucht findet sich in der 3 km entfernten Stadt. Das ist eine Strecke, die ist mit dem Fahrrad leicht zu bewältigen. So habe ich letztes Jahr auch ganz euphorisch einen Fahrradanhänger gekauft, … den ich bisher zweimal benutzt habe…. War einfach zu unpraktisch. Für den Wocheneinkauf zu klein, um nur ein paar Teile zu kaufen zu aufwändig.

Es ging aber ganz lange gut, dass wir uns mit einem Auto so abgesprochen haben, dass ich nur dann weg konnte, wenn der Herr Papa Feierabend hatte. Aber zum Beginn dieses Schuljahres änderte sich dann der Stundenplan des Papas und wir konnten wegen lange andauernden Schneefalls und nicht befahrbarer Radwege mal eben 5 Wochen nicht zum Kinderturnen, was unsere Kleine eher doof fand. Auch alle weiteren Termine waren für mich eher schlecht zu organisieren. Wir saßen hier fest. Was aber rückblickend nicht ganz so schlimm war, wir hatten ja den jungen Hund und den hätten wir eh nicht so lange allein lassen können.

Doch der Hund wurde größer, dann kam noch die Pleite mit den Taxiunternehmen dazu, außerdem möchte man auch einfach mal etwas weiter fahren, als ein paar Kilometer und immer vom Wetter abhängig zu sein ist nicht meins. So stand für mich fest, dass das zweite Auto kommen musste. Da wir ja nun aber bekannterweise dabei sind, ein Haus zu renovieren, sieht es mit dem nötigen Kleingeld nicht ganz sooo rosig aus und ich hatte mir eine Kaufpreisgrenze gesetzt, die uns trotz laufender Baukosten nicht ruinieren würde. Naja und spätestens, wenn ich im Oktober wieder richtig arbeiten gehe, müsste ja eh ein zweites her.  Lange Rede, kurzer Sinn: Nach langer Suche habe ich nun endlich einen fahrbaren Untersatz gefunden und was soll ich sagen? Es war bisher eine der besten Entscheidungen des Jahres, auch wenn er ein klein wenig teurer war, als meine gesetzte Grenze. Jedesmal, wenn ich meinen Kleinen sehe, steht ein breites Grinsen in meinem Gesicht und unsere Tochter fährt lieber mit Mamas Bulli, statt mit Papas BMW!

Und jetzt darf ich präsentieren: Mein erstes „eigenes“ Auto:🙂

Unser Bulli :)

Unser Bulli🙂

Ja, lacht nur! Das war auch meine erste Reaktion, aber wir sind schon beste Freunde!

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Familienunfreundliches Deutschland oder: Taxi mit Kind? Fehlanzeige!

Am Mittwoch möchte ich mal wieder in die alte Heimat. So buchte ich letzte Woche ein Zugticket. Das Problem daran: der Herr Papa hat Mittwoch Morgen einen Termin und kann uns nicht zum Bahnhof bringen.

So versuchte ich heute, ein Taxi zu rufen, das mich mit meinem zweijährigen Kind nach Bordesholm zum Bahnhof befördert. Tja, wer hätte das gedacht: Es ist nicht möglich! Ich habe gerade fünf Taxiunternehmen abtelefoniert und lediglich eines wäre in der Lage, mich mit meinem Kind zu transportieren, da die nette Dame sich einen Kindersitz ausleihen würde. Dieses Taxiunternehmen hat allerdings Mittwoch keine Zeit mehr. Alle anderen bekommen es nicht hin! Ich bin schockiert, entsetzt, enttäuscht und wütend.

Ich weiß, dass man in einigen Sachen Abstriche machen muss, wenn man mit nur einem Auto auf dem Land wohnt, aber was wäre, wenn ich nun dringend mit meiner Tochter zum Arzt müsste? Ich könnte nicht mal einen Nachbarn fahren, da der Kindersitz ja in unserem Auto unterwegs ist.

Ich kann es echt nicht glauben!

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Der Frühling kommt!

Heute war es tatsächlich soweit! Die Kälte verzog sich, die Sonne schickte wärmende Strahlen und mir sind beim Spazierengehen nicht die Finger abgefroren!
Am Wochenende hatte es hier nochmal ordentlich geschneit, davon ist heute aber fast nichts mehr zu sehen. Die Sonne tut so richtig gut. Wenn wir nicht im ersten Stock wohnen würden, wäre das der perfekte erste Nachmittag für ein Käffchen auf der Terasse gewesen. So habe ich nur die Fenster aufgerissen und die frische Luft genossen. Aber es ist nicht mehr lang, der Umzug nach unten nähert sich in großen Schritten!

Auch der Garten erwacht nun langsam aus seinem Winterschlaf. Letzte Woche zeigten sich die ersten Winterlinge. Bisher war es ihnen aber noch zu kalt, um aufzublühen.

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Und sogar die ersten Blütenblätter eines Krokus haben sich schon hervorgewagt!

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Ja wirklich, der Frühling kommt. Und ich kann es kaum erwarten!

Und es gibt mal wieder einen Grund, warum hier nichts los ist: Tante Matilda ist bei uns eingezogen und im Moment braucht sie echt viel Aufmerksamkeit, damit sie nicht auf den Teppich macht und ihr Drang nach Bewegung an der frischen Luft ist auch nicht zu unterschätzen😉

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Die schönsten Ecken Deutschlands

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Letztes Jahr bin ich auf dem Blog von Earny über diesen Aufruf gestolpert.

Da ich finde, dass es es dort, wo ich „wech“ komme auch ziemlich schön ist, entschloss ich mich kurzerhand, mein Heimatdorf zu portraitieren. Nun war es im Januar soweit, dass das kleine Ringbuch mich erreichte und ich mich auch ans Werk machen durfte. Ich bin echt beeindruckt von dem, was bisher alles seinen Weg in dieses kleine Büchlein gefunden hat. Es ist schon ein richtiges kleines Schmuckstück geworden.

Nachdem die letzten zwei Wochen hier unglaublich zeit- und nervraubend waren (Handwerker und Kinder mit Magen-Darm sind echt eine Super-Kombi…), saß ich hier also gestern bis in die tiefe Nacht und habe geschnitten, geklebt, gedacht und geschrieben und dabei hoffentlich einen brauchbaren Eindruck vom kleinen Dorf Reelkirchen in Ostwestfalen-Lippe erstellen können. Es hat wahnsinig Spaß gemacht, meinen Artikel zu erstellen und ich habe gemerkt, dass vier DIN A5 Seiten echt wenig sind, um alle tollen Infos unterzukriegen.

Das Buch hat sich heute auf den Weg zur nächsten Station gemacht und ich bin echt gespannt, was noch für tolle Beiträge dazukommen.

Liebe Earny: Danke für diese grandiose Idee!

Abschließend ein paar Eindrücke, auch wenn das Ergebnis noch nicht gezeigt wird:

Auf geht’s!

Es wird langsam.

Es wird langsam.

Fertig!

Fertig!

 

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Tatatataaaa! oder: Mein erstes Paar Socken!

Nach mühevoller Arbeit darf ich sie endlich in den Händen halten oder besser gesagt: an den Füßen tragen:

Mein erstes Paar selbstgestrickte Socken!

socken

Ja, das Muster stimmt nicht hundertprozentig überein und ich musste den zweiten Socken beim ersten Mal nochmal aufribbeln, weil ich zu fest gestrickt hatte, aber nun sind sie tatsächlich fertig! Nach 35 Jahren habe ich es endlich geschafft, das Projekt Socken stricken zu vollenden. Und die nächste Wolle ist heute per Post eingetroffen. Freu! Und ganz lieben Dank an die liebste Schwiegermama von allen fürs zeigen!

So geht das Jahr in Bloghusen also los. Mit Selbstgestricktem. Mal schauen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt!

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